Princeton – Philadelphia

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Ich mache mich um 8:30 Uhr auf den Weg nach Philadelphia. Die Strecke ist eben und gut fahrbar. Die erste Zeit habe ich auch Rückenwind, wo das Radfahren richtig Spaß macht. Aber ich bin noch nicht in Form und so wird es mit dem Erreichen Philadelphias recht mühsam, zumal ich die letzten dreißig Kilometer Richtung Westen fahre und somit den Wind eher von vorne habe.

An Philadelphia kann man sehr gut sehen, wie so eine Stadt aufgebaut ist. Vom Lande her erkennt man daran, dass man sich einer großen Stadt nähert, dass plötzlich über mehrere Kilometer riesige herrenhausartige Villen im Südstaatenstil in Parklandschaften gebaut sind. Es sind Häuser mit mindestens drei Garagen und mehreren hundert Quadratmetern Wohnfläche. Auf diese Häuser folgt ein dünner Gürtel ländlicher Häuser, auf die wiederum kilometerlang Einfamilienhäuser, die entweder in den 1930er Jahren oder in den 1990er Jahren gebaut wurden, kommen. Von einem Straßenzug auf den nächsten findet man sich plötzlich in den Problemvierteln wieder. Die Häuser stammen aus der Zeit 1870 bis zur Jahrhundertwende und sind in der Regel ziehmlich heruntergekommen. An Flüssen gibt es dann riesige Industrieruinen. In diesen Armenvierteln stehen dann auch immer wieder alte Fabrikgebäude. Und dann, im Inneren dieser Kreise, stehen dann die Hochhäuser in Downtown.

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Nachdem ich durch Downtown durch bin, wird die Landschaft deutlich hügeliger und der Wind kommt wieder nur von vorn, so dass ich mich gemütlich mit 10 km/h von einem Hügel zum nächsten kämpfe.

Ich komme heute Abend bei Christopher und Tara mit ihren beiden Kindern Elli und CJ unter. Einen ganz lieben Dank an Wolfgang, der den Kontakt zu Christophers Mutter in Berlin hergestellt hat, die mir dann wiederum geholfen hat, hier zu übernachten. Christopher ist Psychiater und schon haben wir ein Thema. Doch davon gibt es morgen mehr.

Liebe Grüße an alle Follower.

9 Replies to “Princeton – Philadelphia”

  1. Jürgen Potthoff-Jürs

    Wow, tolle Artikel! Ich fange schon ein bisschen an, neidisch auf deine Tour zu sein. Auch wenn ich auf Gegenwind und Hügel hoch verzichten könnte. Ich wünsche dir noch viele nette Begegnungen und viel Sehenswertes. Die Fitness kommt ja mit der Zeit.
    Liebe Grüße von „auf dem Sprung zur Arbeit“. 😉

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  2. Wolfgang

    ach wie schön, dass das geklappt hat! tja, die Amis haben zu viel Land, echt krass, wie es da aussieht!
    und schön, wieder von dir zu lesen! Danke für den Bericht, wir wurden hier schon ganz unruhig!
    bist du in einem Tag die Strecke gefahren?
    lg aus Berlin!

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  3. simon stenzel

    Wir ( die Jungs und ich ) kleben an deinen Zeilen und saugen die Begeisterung heraus. Wir wären gern bei dir um all das mitzuerleben.
    Grüsse von den Nachbarn

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  4. hanne hartung

    Hallo!
    ein toller Bericht.Ich kann mich nur Jürgens Bericht anschließen. Ich bin ebenfalls ganz neidisch.
    Ich wünsche dir weiterhin guten Erfolg und viele Begegnungen mit intressanten Menschen.
    wer ist übrigens Robinson? FREUE
    mich schon auf den nächsten Bericht.
    hanne und helmut

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  5. Karsten

    Hallo Thomas,

    5 Anläufe habe ich gebraucht um überhaupt heraus zu finden wo Princeton liegt. Und Philadelphia? Klar, schon oft gehört aber wo genau ist das eigentlich? Nun bin ich schlauer! (Du könntest aber auch ruhig mal dein Standort aktualisieren! :))

    Ich wollte mal schauen wie viel Meilen du gefahren bist und habe dann spaßeshalber mal San Francisco als Zielort eingegeben…also – nicht das ich das mir vorher nicht klar gewesen wäre, dass es auf der gegenüberliegenden Seite liegt aber…das ist echt eine geile Sache! Mein größten Respekt – ich habe hier ja gut lachen vom Schreibtisch und dem warmen Büro aus – zu träumen und zu denken „ja, das wäre echt mal geil“ ist ja das eine, aber es dann wirklich auch zutun …ich werde dich auf jeden Fall hier weiter begleiten! Also – durchhalten! Nur noch ein paar Meilen! 🙂

    Gruß
    Karsten

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  6. Ute Sturm

    In Philadelphia war ich auch kurz, aber nur auf dem Flughafen. Einer der größten in den USA und Drehkreuz.Dagegen ist Frankfurt ein Witz.

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    1. Patricia

      Meintest du vielleicht Atlanta? Frankfurt ist groesser – konnte ich ich mir nicht verkneifen als ehemalige fast-Frankfurterin 🙂

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