16 Glemsfort – Mistley

Wahrscheinlich haben wir einfach nur zu lange geschlafen. Alles lief gemächlich ab und um 10:00 Uhr besteigen wir das Fahrrad, gehen einkaufen.

Nach acht Kilometern sind wir am ersten Sightseeing Punkt angekommen: Long Melfort Hall. Es wird erst um 12:00 Uhr geöffnet. Wir erhaschen einen Blick von außen auf den Garten und fahren weiter ins 5 Kilometer entfernte Lavenham. Am Ortseingang besichtigen wir die Kirche. Es sind zahlreiche Leute dort, weil ein Bücherflohmarkt und eine Bilderausstellung gezeigt wird.

Die Altstadt ist durchsetzt von unzähligen Fachwerkhäuschen. Das Gildenhaus am Marktplatz ist das Größte im Ort, wird vom National Trust verwaltet und hat geöffnet. Mich hätte interessiert, wie so ein Haus gebaut wird, wo kommt das Holz her, wo die Handwerker? Es wir etwas über die Geschichte des Hauses und noch etwas mehr über die Geschichte des Ortes erzählt: Langweilig.

Wir fahren weiter. Der einzige Höhepunkt des heutigen Tages, war eine Furt. Manchmal bauen die Engländer keine Brücken, dann muss man auf einer Betonspur den Fluss durchqueren. Hier stand das Wasser etwa zehn Zentimeter tief. Ich fuhr beherzt rein und durfte feststellen, wie glatt Algen sein können: Mein Fahrrad rutschte einfach unter mir weg und ich stand im Wasser. Schnell das Fahrrad wieder hingestellt, damit kein Wasser in die Lenkertasche läuft. Alles gut gegangen, bis auf zwei nasse Füße. Jürgen, solchermaßen gewarnt, zieht sich Schuhe und Strümpfe aus und watet vorsichtig hindurch, nicht ohne trotzdem einmal ins straucheln zu kommen.

Der nächste Tagesordnungspunkt sollte Thorington Hall sein, ein sechshundert Jahre alter, großer Bauernhof. Leider öffnet er nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung, was wir natürlich nicht gemacht haben.

Weiter geht es in die Flußniederungen um den Fluss Stour. Um dorthin zu kommen fahren wir einen von Pferdehufen zertrampelten Feldweg hinunter um dann vor einem Gatter anzukommen, das besagt, das man am Flussufer nicht mit Fahrrad fahren darf. Das wäre eh ungemütlich, weil es über Wiesen geht.

Es sind noch sieben Kilometer bis zum Hotel und wir haben viel Zeit also schieben wir über die Wiesen, heben unsere Fahrräder über drei Barrikaden und fahren am Ende einfach über die Wege…Um 16:00 Uhr kommen wir nach 52 Kilometern dann am Hotel an und tun nichts. Am Ende gehen wir noch in eine Pizzeria.

One Reply to “16 Glemsfort – Mistley”

  1. Wolfgang

    Na das war ja mal ein entspannter Tag, wobei so ein unfreiwilliges Bad deutlich Adrenalin ausstößt 🙂
    Von Pferden zertrampelte (Rad-)Wege sind auch mein Favorit, das ist nur Schieben schlimmer, weil dann das gemeine Stechinsekt fette Beute machen kann.

    Kommt wieder gut zurück, liebe Grüße vom Festland.

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